In Ghana geht man nicht zum Friseur um sich die Haare schneiden zu lassen wie es bei uns üblich ist- nein man geht zum Friseur um sich Kunsthaar einflechten zu lassen. Als ich nach Ghana gekommen bin habe ich zu Anfang echt gedacht: Wow haben die alle schöne Haare und können sich so tolle Frisuren damit machen. Ja ja…. Schnell bin ich dann doch dahinter gekommen, dass die meisten Ghanaen kürzeres Haar haben und das im Gegensatzt zu meinem Haar richtig harte „Borsten“ sind. Es ist nicht möglich, dass sie sich ihre Haare bis zum Po wachsen lassen. Um sich diesen Traum aber doch erfüllen zu können gehen sie zum Friseur und lassen sich Kunsthaar einflechten oder sogar einnähen. Das erste mal habe ich vielleicht blöd geguckt als ich gesehen habe wie jemanden Haare angenäht worden sind. Dazu wird das eigene Haar eng am Kopf geflochten und daran wird dann das Kunsthaar genäht.
Andere wiederrum lassen sich Rasters flechten oder, oder, oder.
Als ich Johanna in Kumasi besucht habe hatten wir spontan die Idee uns doch auch Rasters flechten zu lassen. Ganze 5 Stunden hat es gedauert und es tat auch ziemlich weh. Sie haben am Haar gezogen und wirklich versucht das Kunsthaar so nah wie möglich an die Kopfhaut zu bringen. Johanna und ich haben mehr oder weniger vergeblich versucht ihnen zu erklären, dass sie nicht so ziehen sollen, weil wir schließlich unsere Haare danach noch naturpur tragen wollen im Gegensatz zu ihren ghanaischen Landsleuten.
Das Ergebnis war zuerst ziemlich ungewohnt, aber dann doch schön :-). Ganz PCC war begeistert und einigen Kindern ist sogar auch aufgefallen.
Leider hat es aus irgendeinem Grund vom ersten Moment an ziemlich gejuckt und ich habe mich nach 6 Tagen von ihnen getrennt.
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