Sonntag, 1. August 2010

PCC Hand in Hand Community

Unglaublich aber wahr: Ich bin heute schon 2 Wochen in Ghana. Ich möchte euch etwas über meine Arbeit und die Community berichten. Ich arbeite für die Peace of Christ- Hand in Hand Community in Nkoranza. Es ist ein zuhause und Rehazentrum für verlassene und geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Von den meisten Kindern sind die Eltern unbekannt und man kann auch oft nur das ungefähre Geburtsjahr schätzen, denn Unterlagen, oder Geburtsurkunden existieren nur in den seltensten Fällen. 1992 wurde PCC gegründet. Ende 2009 hat die Leitung gewechselt. Nun leiten Dr. Albert und Jeanette van Galen aus den Niederlanden das Projekt.
Zurzeit leben bei PCC ca. 70 Kinder und Jugendliche von 4 bis 40 Jahre. Alle leben wie eine große Familie zusammen. Die Caregiver sind eigentlich rund um die Uhr mit den Kindern zusammen und schlafen auch mit ihnen in einem Raum. Jedem Caregiver sind 3 Kinder anvertraut und sie übernehmen für diese die Verantwortung.
Gestartet wird jedem Tag um 7 Uhr mit einem gemeinsamen Spaziergang auf dem Gelände. Um 8 Uhr gibt es Frühstück für die Kinder. Mein Arbeitstag startet auch um 8 Uhr mit dem Füttern der Kinder. Im Moment habe ich Innoccentia als „Fütterkind“. Wir füttern alle mit unserer rechten Hand, ohne Besteck. Ich kann euch sagen, dass es am Anfang ziemlich ungewohnt war, aber nach 2 Wochen ist das nun ünerhaupt kein Problem mehr :-) Anschließend gehen die Schulkinder zur Schule, die Jugendlichen die im Workshop arbeiten gehen in den Workshop und die anderen zu ihren Treffpunkten. Um 8.30 Uhr gehe ich in den Computerraum und treffe Paa Yam. Er kann nicht sprechen und das Ziel ist es, dass er irgendwann mal seinen Sprachcomputer benutzen kann. Daran hat Lena bereits seit 1 Jahr gearbeitet und ich versuche daran anzuknüpfen. Lena ist seit einem Jahr Freiwillige bei PCC und arbeitet mich im Moment ein. Sie wird im Oktober zurück nach Deutschland fliegen. Um 9.30 Uhr gehe ich den Workshop. Im Moment ist es noch so, dass Lena und ich die Position der stellvertretenden Workshop- Leitung haben. Zu unseren Aufgaben gehört unter anderem die Qualitätssicherung der Produkte, alle 3 Monate Inventur, Vorbereitung der Exportprodukte nach Holland, wöchentliche Berichte über die Produktion der letzten Woche und die wichtigsten Aufgabe sind die Supervision der „Perlenhalle“, wo unser Schmuck hergestellt wird und Förderung der Jugendlichen. Hier arbeiten 17 Jugendliche an Halsketten, Fußketten und Schlüsselanhänger. Ein ganz schön wilder Haufen kann ich euch sagen ;-)
Zum Workshop gehören noch 2 weitere Bereiche: die Webhalle mit 5 Kindern und der Autistentisch mit 9 Kindern.
Um 10.30 Uhr ist für die Kinder eine halbe Stunde Pause. In dieser Zeit treffe ich für 1 Stunde Kojo Evans im Computerraum. Er ist ca. 30 Jahre alt und ich unterstütze ihn in der Nutzung seines Computers. Was wir machen ist seine Entscheidung. Um 11.30 Uhr geht es für eine Stunde in die Perlenhalle. Dann ist 1 Stunde Pause. Von 13.30 Uhr bis um 15 Uhr arbeite ich wieder in der Perlenhalle und dann ist eigentlich Feierabend. Nur um 17 Uhr helfe ich wieder beim Füttern von Innoccentia.

Das ist so ungefähr mein Tagesablauf und ihr habt eine sehr grobe Ahnung, was ich so mache. Im Verlauf werde ich euch mehr und mehr und detaillierter berichten können.

Vielen Dank für eure super Kommentare. Wirklich herrlich! Macht weiter so :-)

Eure Ina

1 Kommentar:

  1. Hallo Ina, wenn du Afrika gerettet hast solltet du Schriftstellerin werden. Weiter so. Hdgdl Hahne

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