Montag, 16. August 2010

Allgemeines


Ja es ist wahr: Wir haben wieder Strom!!! und ich sogar etwas Zeit....

Ich berichte euch heute einfach mal etwas über so unspektakuläre Dinge wie: Wetter, Sprache, Essen, Moskitos...

Als ich vor 3 Wochen in PCC angekommen bin habe ich gedacht: Oh mein Gott, die Ghanaer sehen alle gleich aus.... wie soll ich mir jeh die Gesichter und die Namen dazu merken....
Aber heute kann ich euch sagen, dass sie doch tatsächlich alle anders aussehen J, aber von den 25 Caregivern kann ich leider noch nicht alle Namen zu 100%.
Warum müssen die auch alle Namen haben, die in Europa nicht geläufig sind (Kojo Evans, Ebeneezer, Mafia, Afia...) :-)

Des weiteren muss ich mich an die Sprache gewöhnen. Englisch ist die Amtssprache, aber die Ghanaer sprechen doch ein anderes Englisch als wir in Deutschland. Vor allem die Aussprache ist wirklich speziell.
Die meisten Kinder können bis auf wenige Brocken und Floskeln kein Englisch, sondern sprechen die Sprache Twi. (Als Kindern bezeichnet man bei PCC alle Menschen mit Beeinträchtigungen, egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener. Somit spreche ich einfach auch von Kindern.) Die Verständigung klappt mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Twi die ich bis jetzt kann.
Z.B.:

Wo ho te sen? – Wie geht es dir?
Me ho ye.- Mir geht es gut.
Na wo nso, wo ho te sen? – Und wie geht es dir?

Ko da – geh schlafen

Di – essen

Meda wase - Danke


Oft werde ich gefragt, wie ist denn das Wetter bei dir? Also es ist im Moment der Anfang der Regenzeit: die Sonne knallt nicht immer gnadenlos vom Himmel- es ist eher oft bedeckt und schwül. Die Luftfeuchtigkeit ist richtig hoch. Es regnet bis jetzt auch nicht jeden Tag. Aber es ist für mich auf jeden Fall eine Umstellung. Zudem ist es mit ca. 25- 28 Grad auch nicht kalt. Die Ghanaer empfinden es im Moment aber als eher kühl. Es wird also deutlich wärmer werden wenn die Trockenzeit beginnt.... Bis jetzt bin ich also immer noch so weiß wie am Anfang, brauche aber zum Glück auch keine Sonnencreme und bekomme keinen Sonnenbrand.

Mit dem Essen habe ich bis jetzt auch keine größeren Probleme gehabt. Solange ich im Freiwilligenhaus wohne kochen wir Freiwilligen abends oft zusammen und es gibt nicht unbedingt immer ghanaisches Essen. Aber manchmal bekommen wir von den Caregivern Fufu gemacht. Das ist wohl das Nationalgericht Ghanas. Es ist eine zähe, gummiartige Masse aus Kochbananen und gekochter Maniokwurzel. Dazu ist man Erdnusssuppe. Schmeckt wirklich richtig gut.
Wenn ich in der Gastfamilie lebe, werde ich euch über die Traditionelle Küche mehr berichten können.

Das Einzige was mich stört sind die Moskitos. Die Moskitostiche jucken wirklich unglaublich, aber nein ich beherrsche mich und kratze nicht! Besonders in der Dämmerung und Nachts sind sie sehr aktiv und ich ziehe mir immer dann lange Kleidung an. Aber leider hält sie das vom beißen nicht immer ab.

Ich glaube alle Ghanaer sind Frühaufsteher. Das Leben beginnt so um 6 Uhr, endet aber halt auch schon früher am Abend. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die Sonne schon um 18.30 Uhr untergeht und es dann wirklich stockfinster ist.

Auf unserem Gelände leben nicht nur Menschen sondern auch jede Menge Tiere. Angefangen bei den großen: tausende Hühner, 5 Esel, Katzen und Hunde. Dann die kleinen: Ameisen in allen größen, Spinnen, Fliegen (manche beißen davon und knabbern an Wunden), Frösche, Fledermäuse (die sind echt laut),Salamander, Schlangen und Skorpione habe ich zum Glück noch nicht gesehen.

Eure Ina

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