Montag, 18. Juli 2011

Amsterdam

Juchu ich habe wieder europaeischen Boden unter den Fuessen. Der Flug von Accra nach Amsterdam hat reibungslos geklappt und zwischen Abendessen um 23 Uhr und Fruehstueck um 3.30 Uhr konnte ich sogar die Augen zumachen :-). Jetzt schlage ich die restliche Zeit tot. Pure Vorfreude!!!!
Bis ganz bald :-)

Sonntag, 17. Juli 2011

Jetzt werde ich fliegen

Oft habe ich schon geschrieben, dass die Zeit fuer mich verlogen. Heute kann ich das nur nochmal bestaetigen. Ich habe wahnsinnig viel erlebt- positives wie negatives und ich moechte nichts davon missen. Heute abend werde ich zurueck nach Deutschland fliegen und jeh naeher der Moment rueckt desto mehr und mehr freue ich mich. Mit den letzten Stunden merke ich wie sehr ich euch alle vermisst habe und freue mich auf jeden einzelnen von euch (nur nicht alle auf einmal und in den ersten Tagen, denn das ist glaube ich zu viel fuer mich).
Die letzten Tage in Nkoranza waren nochmal sehr intensiv und voller Emotionen. Genau vor einer Woche habe ich mich bei meiner Gastfamilie und meinem Gasthaus verabschiedet. Ich hatte einen Bananenkuchen gebacken und Geschenke wie einen Fussball, Luftballongs, Stifte, Guertel, Kugelschreiber, Ketten und Armbaender dabei. Alle haben sich wahnsinnig gefreut. Doch einen kleinen Kulturschock hatte ich auch hier, denn die Geschenke durfte ich nicht verteilen, sondern das hat meine Gastmutter als aelteste des Hauses uebernommen. Jeder ist also zu ihr gegangen und hat die Hand aufgehalten :-). Ich habe nochmal Fufu gegessen und dann habe ich mich von jedem verabschiedet. Der Abschied wurde mir auch leicht gemacht, denn: Ich sagte zu meiner Gastmutter, dass ich Fotos schicken werde und sie sagte danke, aber ich solle doch auch bitte Geld dazu legen. Das hat mich doch getroffen, denn in meinen Augen haben sie ja gerade erst Geschenke von mir bekommen.... Naja so ist das hier halt. Man kann immer und ueberall probieren an Geld zu kommen.
Am Dienstag habe ich ein letztes mal Fufu mit Patricia und Samuel (Caregiver) gegessen. Die beiden werde ich wirklich vermissen, natuerlich auch wegen dem wunderbaren Fufu das ich 1bis 2 mal in der Woche mit ihnen zubereitet und gegessen habe :-).
Mittwoch habe ich mit der Hilfe von Vida (Caregiver) Jollofrice mit Fisch fuer den Workshop zubereitet. Wir haben alle zusammen nach der Mittagspause zusammen gegessen und auch Getraenke habe ich ausgegeben. Ich habe es genossen noch einmal mit allen kurz zusammen zu sitzen. Der Workshop war schliesslich mein Arbeitsplatz.
Am Donnerstag folgte dann die spektakulaere Goodbyeparty fuer mich und auch fuer Marleen. Marleen ist eine Freiwillige aus Holland und war 3 Monate in PCC. Es war eine grossartige Party. Unuebertroffen. Die Workshopcaregiver und Kinder haben sich ein spezielles Programm fuer mich ausgedacht. Es gab einen Workshopcaregiverchor und einen Workshopkinderchor. Alle haben gestrahlt, toll gesungen und getanzt. Einfach einmalig und ich werde es nie vergessen. Eine riesige ueberraschung war dann noch, dass die Kinder ein kleines Theaterstueck aufgefuerhrt haben. Zum totlachen komisch. Sie sind schon was ganz besonderes. Ich fands auch deshalb so toll, weil andere Kinder als sonst performed haben. Dann wurden natuerlich Geschenke ueberreicht ueber die ich mich sehr gefreut habe. Natuerlich habe ich sie erst am nachsten Tag geoeffnet, so wie es in Ghana ueblich ist. Die Abschiedsfotos sind sehr kitschig gestaltet worden, aber trotzdem sehr schoen und was besonderes. Auf der Party gab es auch Zeit fuer verschiedene Dankesreden. Natuerlich hat Albert gesprochen, mein Chef Paul, Workshopcaregiver Emma im Namen aller Workshopcaregiver, Caregiver Samuel, Caregiver Juliana und Caregiver Diana mit meinem Fuetterkind Lisa. Das Schlusswort hatte erst Marleen und dann ich. Dann wurde getanzt, getanzt und geschwitzt :-). Die Stimmung war ausgelassen und voller Freude. In diesem Moment habe ich auch ueberhaupt keinen Abschiedsschmerz gefuehlt, sondern wirklich nur Dankbarkeit fuer miene Zeit in PCC, Nkoranza und Ghana.
Nach der Party haben Marleen, Alieke (ebenfalls Freiwillige), Caregiver Prince, Samuel, Particia, Cynthia, Ameau, Diana, Vida und Benjamin (ehemaliger Freiwilliger, im Moment zu Besuch in PCC) uns auf den Weg in die Stadt gemacht. Wir haben einen Spot angesteuert und mal wieder bis zum umfallen getanzt.
Am naechsten morgen habe ich meine beiden Taschen zudende gepaeckt, habe ein letztes mal koestliche Ananas zusammen mit den anderen Freiwilligen gefruehstueckt und habe dann Lisa gefuettert. Sie hat mich die ganze Zeit angelaechelt :-). Danach hbae ich mich von jedem einzelnen verabschiedet. Die ganze Zeit ueber war ich so stark und musste nicht weinen, aber als es dann an der Zeit war mich von meiner liebsten Freundin Cynthia zu verabschieden ist die Mauer dann doch gebrochen. Ich habe geweint, aber auch Cynthia. Am Taxi standen dann die anderen Freiwilligen, sowie Albert und Jeannette und sie sind gnaediger Weise in mein Weinen mit eingestiegen :-).
Um 10.30 Uhr habe ich dann PCC verlassen. Ich habe mich auf dem Weg nach Kumasi zu Ama und Ben gemacht. Sie haben mich herzlich eine Nacht aufgenommen und wir hatten uns viel zu erzeahlen. Samstag mittag sass ich dann zur Feier des Tages in einem luxurioesem Reisebus nach Accra.
Heute habe ich die Zeit genutzt fuer einen letzten Blogeintrag aus Ghana und werde noch mein restliches Geld unter die Leute bringen.
Freue mich tierisch auf euch!! Bald kann ich euch umarmen.....
Eure aufgeregte Ina

Dienstag, 12. Juli 2011

Krank auf den letzten Metern :-(

Ich habe es tatsaechlich geschafft in meiner letzten Woche krank zu werden. Angefangen hat es Freitag Nachmittag. Schlagartig hatte ich Fieber und mir ging es richtig beschissen. Ich bin dann auch direkt zum Krankenhaus gegangen, um mir Blut abnehmen zu lassen. Wirklich halb tot lag ich da auf der Bank und habe schon mit dem schlimmsten gerechnet.... Der Bluttest ergab dann aber kein Malaria und auch alle anderen Werte waren ausgesprochen gut. Trotzdem wurde ich auf Malaria und Grippe behandelt. Auf dem Rueckweg vom Krankenhaus ging es mir dann auch deutlich besser.
Die ganzen Tage hangel ich mich mit immer mal wieder aufkommenden Fieber und deutlichen Schwaecheperioden durch den Tag. Heute habe ich es aber sogar zum Internetcafe geschafft :-)
Also macht euch mal keine Sorgen. Morgen bin ich wieder ganz die alte und geniesse meine letzten Tage.
Ich umarme euch alle und hoffe, dass ihr alle gesund seit.

Montag, 4. Juli 2011

Abschiedsfotos

Ja bald ist es soweit und ich fliege zurueck nach Deutschland. Jetzt kann ich es tatsaechlich nicht mehr verlaugnen und auch PCC macht sich so langsam fuer den Abschied bereit. Gestern wurden meine Abschiedsbilder gemacht. Man darf 6 verschiedene Bilder machen. Garnicht mal so einfach sich zu entscheiden wen man auf den Bildern haben moechte…. Letzendlich habe ich mich so entschieden: Ein Bild habe ich mit allen Workshopcaregivern gemacht, eins mit allen Kindern von der Perlen- und Webhalle, eins mit Lisa meinem Fuetterkind, eins mit Daniel, ein Einzelfoto von mir musste leider dabei sein und das 6. habe ich mit Patricia, Aron und Eddie gemacht. In all der Hektik (es wurden fuer insg. 4 Leute von PCC Abschiedsbilder gleichzeitig gemacht), habe ich versaumt ein Bild mit Shalomina, meinem Ergotherapiekind zu machen :-(. Die Bilder bekomme ich als eine Art Collage an meiner Abschiedsparty laminiert ueberreicht. Diese ist im uebrigen am 14.07.11. Am 15. werde ich mich morgens von allen 120 Menschen in PCC verabschieden und mich gegen 10 Uhr auf den Weg nach Kumasi machen. Dort werde ich eine Nacht bei Amma und Bendson schlafen. Samstag, den 16. werde ich von Kumasi nach Accra fahren und die restliche Zeit zum letzten Shoppen nutzen :-). Meinen letzten Tag werde ich wahrscheinlich relaxend an einem Pool von irgendeinem hoeherklassigen Hotel verbringen, ehe ich dann gegen 19 Uhr am Flughafen in Accra bin. In Duesseldorf lande ich am 18.07.11.
Ich freue mich auf euch!!!!

Internetcafe

Das Internetcafe ist geschlossen :-( und keiner weiss, wann es wieder oeffnet :-((.

Sonntag, 26. Juni 2011

Samstag, 18. Juni 2011

Da mach ich schon wieder Urlaub :-)


Dieses mal aber nicht alleine sondern mit meiner Cousine Julia und ihrem Freund Christian. Sie waren fuer 3 Wochen in Ghana und sind jetzt wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen.
Ich habe sie Samstag abend vom Flughafen in Accra abgeholt und es war ein unbeschreiblich schoenes Gefuehl sie wieder zu sehen. Noch schoener war die Erkenntnis, dass wir uns immer noch genauso gut verstanden haben wie vor 11 Monaten in Deutschland!! Sie haben sich auch gleich mutig aufs Trotro fahren einglassen und das mit 2 grossen Rucksaecken- Hut ab!
 Foto: Unser erstes Fruehstueck am Strassenrand :-) Fried Egg!
Zusammen sind wir die ersten 1,5 Wochen an der Westkueste gereist. Unsere erste Station war Winneba. Eine kleines Fischerdorf gerade mal 60 Kilometer von Accra entfernt. Wir haben den halben Tag an einem fast menschleeren, wunderbaren Strand verbracht. Es war toll das Meer nach langer Zeit wieder zu sehen und zu baden, auch wenn die Stroemung ziemlich stark war und uns zum Teil von den Fuessen gerissen hat. Auf der Suche nach was essbarem sind wir in das Doerfchen gelaufen und hatten den Anschein, dass sich bis jetzt noch nicht so viele Touristen hierhin gewagt haben, den wirklich jeder hat uns angesprochen, wollten mit uns Fotos machen, Haende schuetteln…. Als wir endlich in einer Chopbar sassen waren die beiden von den Eindruecken und der Hitze ganz schoen erschlagen. Den Rest gab ihnen dann das Fufu mit einer ziemlich, ziemlich scharfen “Lightsoup” :-). Zur Versoehnung gab es im Guesthouse fuer die beiden Brot mit Nutella aus Deutschland und eine leckere Ananas. Am Abend hiess die Regenzeit uns dann zum ersten, aber leider nicht zum letzten mal willkommen.
Foto: Brot und Nutella :-)
Am naechsten Tag (Dienstag) haben wir uns aufgemacht nach Cape Coast. Natuerlich alles wie fast immer mit Trotro und im Regen. Cape Coast ist eine sehr geschichtstraechtige Stadt mit 100.000 Einwohnern. Die Briten haben hier das maechtige Cape Coast Castle errichtet, das einst zu den groesten Sklavenumschlagsplaetzen der Welt gehoerte. Diese Sklavenburg haben wir uns auch als erstes angesehen. In der Burg gibt ein richtig gutes Museum ueber die Sklavengeschichte und auch ueber die Kultur der Fanti, wie sich die Menschen in dieser Region nennen. Es gab eine ausfuehrliche und zugleich erschreckende Fuehrung durch die Burg, wenn man sich vorstellt, dass hier manchmal bis zu 2000 Gefangene in 4 kleinen Raumen ohne Kleidung, Licht und sanitaere Anlagen gehalten woden sind. Im Anschluss waren wir ausgehungert und waren in einem sehr netten Restaurant direct am Strand essen.
Am Mittwoch haben wir einen Halbtagesausflug zum Kakum Nationalpark gemacht. Dieser liegt im Landesinneren nur 33 km von Cape Coast entfernt. Hier erstreckt sich der Regenwald ueber 350 km2. Das besondere an diesem Nationaolpark ist der Canopy Walkway, ein in Baumkrohnenhoehe an Seilen aufgehaengter Pfad. Es war wirklich was besonderes den Regenwald in luftiger Hoehe zu bewundern. Den Rest des Tages haben wir in unserem Beachcamp direct am Meer verbracht mit baden und entspannen.  Essen gehen wollten wir in der Stadt doch es hat mal wieder angefangen zu rgenen, so dass wir vor Ort im Restaurant gegessen haben.
Auch den naechsten morgen sah es mal wieder nach Regen aus. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden uns einfach ins Taxi zu setzen und ins nur 13 Kilometer entfernte Elmina zu fahren. Elmina ist geschichtlich als der erste von Europaeern besetzte Ort interessant. 1471 begann der Gold- und Elfenbeinhandel zwischen den Einheimischen und den Portugiesen, die dieses augewscheinlich so reiche Land fuer sich sichern wollten und es zu ihrem Einflussbereich erklaerten. Das Elemine Castle wurde errichtet und diente ebenfalls dem Sklavenhandel. Genau wie in Cape Coast auch kann man die Burg und das Museum besichtigen. Ansonsten ist Elimina heute eine Hafenstadt. Elemina finde ich wirklich nett gelegen und den Fischerhafen fand ich beonders nett. Ueberall die bunten Boote, die den Hafen verlassen oder voll mit Fisch beladen zurueck kommen.
Nach nur einer Uebernachtung ging es abendteuerlich mit dem Trotro weiter nach Busua. Abendteuerlich deshalb, weil es die komplette Annreise ueber geregnet hat. An einer Station mussten wir umsteigen und haben mal wieder miterleben duerfen wie nett doch die Menschen hier sind. Ein Ghanaer, der in die selbe Richtung wie wir weiterfahren musste, ist in dem stroemenden Regen ausgestiegen und hat fuer uns alle ein Taxi besorgt. Somit konnten wir sofort aus dem Trotro hinaus direct ins Taxi huepfen. Als wir dann in Busua ausgestiegen sind hat es dann gluecklicher weise so gut wie aufgehoert zu regnen. Busua liegt im Westen Ghanas. Unser Reisefuehrer schreibt: Wer immer von Suedseeromantik getraumt hat, wird sie im westen Ghanas finden: tuerkisfarbenes, sauberes Wasser, feinsandiger, palmengkuester Strand, ulkige Doerfer, idyllische Plaetze ohne Stress, ohne Hektik… Und genauso war es wirklich!! Einfach wunderbar und auch der immer mal wieder aufkommende Regen konnte uns nicht davon abhalten uns in die Fluten zu stuerzen. Auch hier war die Stroemung stark aber es hat tierischen Spass gemacht sich den Wellen entgegen zu schmeissen.
Der naechste Tag war Christians Geburtstag und wir haben den ganzen Tag wunderbar am Strand geschillt und der ein oder andere hat die Kraft der Sonne zu spueren bekommen :-(
Sonntag haben wir uns von Busua zur Green Turtle Lodge aufgemacht. Diese liegt 1 km vor dem Oertchen Old Akwidaa. Die Loge von dem Briten Tom war schon immer ein Geheimtipp fuer Naturliebhaber. Ziel des Oeko- Tourismus- Projektes ist es, mitzuhelfen, die Umwelt zu schonen, den Tourismus zu foerdern und etwas fuer die Gemeinde zu tun. Allerhand von touristischen Ausfluegen in die naehere Umgebung werden angeboten, aber natuerlich nicht Sonntags…. Somit haben wir uns alleine auf dem Weg zum Cape Three Point aufgemacht. Laut Auskunft eine Wanderung von insgesamt 4 Stunden. Cape Three Point ist der suedlichste Punkt Ghanas. Es sind drei Landzungen die weit ins Meer ragen. Der mittlere, laengste Arm reicht 300 m weit ins Meer und an der Spitze steht ein Leutturm. Doch bis wir endlich dort waren musste erstmal ziemlich viel Schweiss fliessen, denn der Weg war deutlich laenger als gedacht, sehr, sehr huegelig und die Luftfeuchtuigkeit lag bei gefuehlten 99 Prozent… Wir sind um 14 Uhr los und wollten unbedingt vor dem Einbruch der Dunkelheit um 18 Uhr zurueck sein. Also sind wir die ganze Zeit durchgehend gewalked, aber der Weg wollte und wollte nicht aenden. Schon fast am Ende unserer Kraeft haben wire in Camp erreicht. Die Besitzer haben uns angeboten, dass wir uns Mountainbikes ausleihen koennten fuer die restliche Strecke und auch fuer den Weg zurueck zur Green Turtle Lodge. Die anderen beiden waren von der Idee nicht ganz so begeistert, aber so kurz vor dem Ziel wollte ich nicht aufgeben. Als wir endlich dort waren, war es doch etwas enttauschend. Ich hatte es mir zumindest ganz anders vorgestellt- halt wirklich eine Landzunge, die man gut sehen kann und schoen ins Meer ragt, aber so war es nicht. Die Landzunge war fuer mich nicht wirklich zu erkennen. Leider hat es sich zu dem Zeitpunkt auch schon zugezogen und es fing an zu troepfeln. Ich kann mir aber vorstellen, dass es bei schoenem Wetter toll ist und dass man mit Zeit im Gepaeck hier auch schoen baden kann. Der Rueckweg war nochmal ziemlich anstrengend, aber wir waren um 18.15 uhr zurueck und ich war zumindest gluecklich :-). Nachher habe ich im Reisefuehrer gelesen, dass es bis zum Cape Three Point 7,5 Stunden Gehzeit sind!!!
Der komplette Montag war mal wieder sehr abendteuerlich. Wir sind frueh aufgestanden und sind richtung Akwidaa gelaufen um ein Trotro zum naechst groesseren Ort zu nehmen. Auf dem Weg kam uns schon ein ziemlich ueberladenes Trotro entgegen und hat uns auch noch mitgenommen, da es das einzige fuer den ganzen Tag war. In so einem vollen Trotro sass ich noch nie: normal hat es 12 Plaetze, aber wir waren ungelogen 20 Erwachsene und 5 Kinder!!! Wir haben uns gestapelt und 5 Erwachsene sassen auf dem Dach! Nach 45 min fahrt war es ueberstanden, wir haben das naechste Trotro und dann das naechste Taxi nach Beyin genommen. Beyim wollten wir als Basis nutzen um zum Nzulezo Stelzendorf zu gelangen. Im Besucherzentrum trifft uns erstmal der Schlag, denn das Eintrittsgeld war viel hoeher als angenommen und nach bezahlen hatten wir nurnoch 7,50 euro fuer 3 Personen uebrig. Was jetzt? Damit koennen wir hier nicht uebernachten und auch nicht die 90 km nach Takoradi zurueck zum naechsten Geldautomaten fahren… Dann die rettende Idee: Vor runs kam eine Studentengruppe mit eigenem Bus an und wir haben sie gefragt, ob sie noch Platz frei haben und uns zurueck nach Cape Coast nehmen koennten. Wie ihr ja wisst sind die Ghanaer fuer ihre Gastfreundschaft bekannt und haben sofort ja gesagt. Puh nochmal Glueck gehabt :-) Nzulezo erreicht man nur ueber das Wasser. Wir wurden 45 min lang in Kanus ueber den See gepaddelt. Ich fand es herrlich entspannend und die Natur war wunderbar. Das Dorf ist komplett auf Stelzen errichtet. Man lauft auf Holzrampen und Stegen durch die kleine Wassersiedlung. Die Dorfbewohner selber muessen immer 45 min paddeln um das naechste Dorf Beyin zu erreichen. Es gibt keinen Strom und kein fliessend Wasser. Warum dort immer noch 400 Menschen leben fragt ihr euch? Die Menschen die dort wohnen kommen urspruenglich aus Mali und ihr Gott, eine Schnecke, hat sie zu diesem Ort gefueht um dort zu leben!! Der Rueckweg mit dem Bus war dann wirklich comfortable und nett. Es wurde die ganze Zeit ueber gesungen und es war sicher. Um 19 Uhr haben wir endlich Cape Coast erreicht.
Den naechsten Tag haben wir ganz entspannt in Cape Coast mit shoppen und leckerem Essen verbracht.
Mittwoch waren wir um 5 Uhr an der Station um den MMT Bus nach Kumasi zu nehmen. Um 6.10 Uhr ist er dann abgefahren und um 10 Uhr waren wir schon in Kumasi. Das Trotro nach Nkoranza war um 11 Uhr voll und wir um 14 Uhr in PCC. Sau schnell :-) und meine lieben Kinder haben uns nett begruesst.
So das muss erstmal reichen. Ist ja ein halber Roman geworden :-) Am Ende folgen noch ein paar Fotos.
Foto: Strand von Winneba

Foto: Cape Coast Castle

Foto: Cape Coast Castle

Foto: Kakum Nationalpark

Foto: Cape Coast- ein Fischernetz wird an Land gezogen

Foto: Elmina Castle

Foto: Elmina Fischerhafen

Foto: Strand von Busua

Foto: Leuchtturm am Cape three point